Fahrt nach Pisco

Samstag, 01. September; 20:31

Heute haben wir unser Quartier in Barranco, Lima verlassen und sind aufgebrochen ‚gen Süden. Die Sonne kam schon hervor während wir noch durch den Verkehr von Chorrillos – einem der sündlichsten Bezirke Limas und auch der Bezirk, wo ich vor vier Jahren gewohnt habe – kurvten.

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Unten an der äußersten Spitze haben wir kurz gehalten und ließen uns den frischen Wind um die Nase pusten! 😁


Etwa 150 Kilometer auf der Panamericana-Sur später…

 


Wir machen eine Pipi-Pause und kaufen uns in einem Diner-artigen Bäckerei-Restaurant einen Kaffee.

Die Gegend ist seltsam unwirklich. Die teils zerklüfteten und teils dünenartigen Berge bis hin zum Horizont erwecken den Eindruck einer Mondlandschaft. Oder eines anderen fremden Planeten.

Unsere Entdeckerneugier treibt uns einen Hügel hinauf, hinter dem sich eine noch seltsamere Landschaft vor ins auftut…:

Eine ganze Siedlung aus teils unfertigen Häusern. Manchen fehlen noch die Dächer – es stehen lediglich die Grundmauern – andere sind sorgsam eingezäunt, doch es ist weit und breit keine Menschenseele zu sehen. Noch nicht einmal einer der so zahlreichen streunenden Hunde lässt sich hier blicken.

Wirklich gespenstig!

Dabei brennt die Sonne mit aller Kraft vom Himmel herunter auf uns (wie gut dass wir unsere Mützis aufhaben), der Wind vom Meer her kühlt jedoch, dass man es kaum bemerkt.

 


Noch einmal ein paar Kilometer später…


 

Die Polizei folgt uns und bittet uns, auf dem Seitenstreifen zu halten. Fahrzeugpapiere und Führerschein wollen sie sehen. Kein Problem, das hatten wir schon auf unserer gestrigen Fahrt von Cieneguilla nach Lima zurück.

Doch wir machen Bekanntschaft mit einem betrügerischen Aspekt Perus: Die zwei männlichen Polizisten bestehen darauf, wir seien ohne Licht gefahren (das ist in Peru 24 Stunden am Tag Pflicht), obwohl es Basti gerade zuvor beim Abstellen des Motors erst ausgeschaltet hat. Die bestehen darauf. Wir könnten unsere Strafe auf der Wache in einem circa 20 Kilometer entfernten Ort bezahlen oder gleich vor Ort. Es seien 300 Soles zu entrichten. Foto- oder Videobeweise gäbe es nicht – sie beide als polizeiliche uns staatliche Instanz würden ja nicht Besuchern des Landes schaden wollen ….bla bla bla….

Nach einigem hin und her bezahlen wir – um des Friedens willen und damit wir weiter in Richtung Pisco fahren können.

Lange Rede, kurzer Sinn – wir wurden so ziemlich über’s Ohr gehauen.

Wie wir später recherchiert haben, darf kein Polizist Bargeld von irgend jemandem annehmen.

Hinzu kommt, dass wir die beiden sowie das Fahrzeug hätten mit dem Handy aufnehmen können – vermutlich hätte das bereits gereicht, um sie zum Nachgeben zu bringen, denn sie tragen ihre Namen an der Dienstkleidung…

Leider waren zu dem Zeitpunkt allerdings weder unser juristisches Wissen, noch meine Verhandlungskünste auf Spanisch ausreichend, sodass wir immerhin daraus deutlich schlauer geworden sind!

 


Nach etwa 250 Kilometern von Lima dann in Pisco.


 

Zur Entschädigung des unangenehmen Erlebnisses mit den Polizisten kommen wir dann in einem ordentlichen, sauberen Hotel in Pisco an. Wir werden freundlich begrüßt und sogar von Hotelangestellten zu einem Geburtstagsessen eingeladen.

Wir gehen allerdings noch für den morgigen Tag einkaufen, sodass es bei einem kurzem Pläuschchen bleibt.

Und wir sehen den Sonnenuntergang am Strand – inklusive der ersten Pelikane! 😊

 

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Damit gute Nacht aus Pisco!

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