Von Kondoren und Alpakakindern.

Dienstag, 11. September; 20:18

 

Das Cruz del Condor – the Condor Cross

Heute klingelte der Wecker ausnahmsweise mal – um 5:45 Uhr. Allerdings klingelte er umsonst, denn wir sind schon vorher von allein aufgewacht. Das Tageslicht machte sich bereits an den Bergspitzen am Horizont bemerkbar und gerade einmal eine halbe Stunde später saßen wir im Auto zum 35 Kilometer entfernten Mirador Cruz del Condor.

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Blick am Morgen aus unserem hinteren Badezimmerfensterchen.

 

Nach 45 Minuten Fahrt waren wir am Cruz del Condor angekommen. Wir waren mit die ersten Besucher – die Stille beim Anblick der gigantischen Bergschlucht (von den schneebedeckten Berggipfeln bis in den Canyon zum Río Colca hinab bis zu 3500 Meter!!!) konnten wir so mit allen Sinnen aufsaugen.

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El Cruz del Condor. – Es ist kleiner, als ich erwartet hab… 😀

 

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Wie es leider meist so ist, kommt auf einem Foto nie die Dimension einer solchen Landschaft gänzlich rüber. Stellt euch einfach eine 3500 Meter tiefe Schlucht vor. – Geht nicht? – Selbst, wenn man davor steht, lässt es sich kaum wirklich begreifen.

 

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Das Rauschen ist übrigens nicht nur der Wind, sondern auch der reißende Río Colca mehr als 1000 Meter unter uns! (Es war absolut nicht möglich, den aufzunehmen. Selbst mit dem bloßen Auge war er erst mithilfe des Fernglases wirklich als Fluss – und nicht als kleines Bächlein – zu erkennen.)

 


So schön die Aussicht auch war, die Kondore ließen ganz schön auf sich warten.

Ein paar kleine Falken, Andenkolibris, Bussarde… aber laaaange keine Kondore.

Nun ja, es sind ja schließlich wilde Tiere, die sich keinen Wecker stellen. Noch mehr als am fehlenden Wecker lag ihre späte Ankunft allerdings an der Thermik. Nachts sinkt die Temperatur in den Bergen hier auf um die 0°C. Die Kondore mit ihren – ausgewachsen – etwa 12 kg Gewicht kommen ohne den Auftrieb der wärmenden Sonne schlichtweg einfach nicht nach oben. Sie warten, bis die Thermik ihnen den nötigen Auftrieb verschafft, ehe sie dann ihre großen, langgezogenen Kreise entlang der Klippen, und immer höher in Richtung Sonne segeln.

Doch ich greife vorweg!

Zunächst benötigten wir noch knapp zwei Stunden Sitzfleisch und etwas Gewöhnung an die Busladungen von Touristen, die nach und nach eintrafen.

Dann endlich! – Es muss kurz vor 9 Uhr gewesen sein – die ersten Kondore segeln durch den Abgrund. Noch weit unter uns. Aber sie sind da – diese Majestäten der Lüfte!

 

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Die ersten Kondore segelten noch weit unter uns und verschwanden dann entlang des Canyons für eine Weile. Fast machte sich etwas Enttäuschung breit. 😦

 


UND DANN ENDLICH!

Wie aus dem Nichts waren sie plötzlich wieder da!

 

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Und da waren noch soooo viele Kameras mehr!

 

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Ihre Majestät… :‘-)

 

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Die Wolken am oberen rechten Rand des Bildes sind übrigens vulkanischer Herkunft – Sabancaya hat sich auch wieder zu Wort gemeldet.

 

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Ich würde sagen, nicht umsonst wurden diese anmutigen Vögel von den Inkas für Götter gehalten…

 


Nach diesem wunderbaren Anblick genossen wir noch ein wenig den Ausblick in den Canyon, ehe wir uns wieder auf den Weg ins Hotel machten. Obwohl wir längst nach der offiziellen Frühstückszeit ankamen, gab es noch ein extra verspätetes Frühstück von den lieben Hotelinhabern für uns! ❤

 


Und auf einem nachmittäglichen Spaziergang dann trafen wir noch das zweite Highlight des Tages! Lucas das Alpakakind.

Dieser süße Knirps kam uns mit seiner Besitzerin entgegen und wir durften ein kleines Foto-Shooting mit dem 5 Monate alten Alpaka-Baby machen! Er war sooooo flauschiiiiiig!!!

 

Lucas ist das Haustiert seiner Besitzerin. Ich hoffe sehr, dass das heißt, dass er nicht eines Tages auf dem Teller landet, wie dieser eine seiner Artgenossen!!!

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Kaum zu glauben, aber wahr: Basti hat es schon wieder drauf angelegt!!

 


 

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Mond und Venus am Abend… ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu… 🙂

 

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