Die erste Nacht im Hostel

Miraflores; Freitag, 28. September; 10:30 Uhr

 

Der Fernseher spielt Klassiker der 80er Jahre auf Saxophonisch – jetzt grade läuft „I’m walking on Sunshine“. Draußen scheint zwar nicht die Sonne, aber Lima ist mal wieder von seiner hellgrau-weißen Wolkendecke überzogen, aus der es vor ein paar Minuten ein wenig zu nieseln begonnen hatte. Es riecht noch ein wenig nach Kaffee und Frühstück. Ich sitze in einem bequemen Sessel mit super hohen Armlehnen (da kann ich  meine Arme kaum drauf ablegen).

Ich befinde mich im Lima White House Hostel in Miraflores – nahe dem berühmten Einkaufzentrum Larcomar.

Innerhalb der letzten halben Stunde sind nahezu alle Bewohner für ihre Tagesausflüge ausgeflogen. Auch ich habe schon Pläne für den heutigen Tag und werde mich in einigen Minuten auf den Weg machen.

Mittlerweile läuft „Every breath you take“ von The Police.

 


 

Meine erste Nacht im Hostel war überraschend angenehm. Obwohl ich gleich die volle Dröhnung in einem gemischten 6-Bett-Zimmer gewählt habe, habe ich super schlafen  können. Gestern Nachmittag nach meiner Ankunft habe ich schnell Bekanntschaft mit einer Niederländerin und einer weiteren Deutschen gemacht; zusammen waren wir am Abend direkt im Jardín de Jazmín essen und hatten einen netten „Mädelsabend“.

Die Athmosphäre hier im Hostel ist super familiär – ich fühle mich ein wenig zurück versetzt in die Studiumszeit in der WG – abgesehen davon, dass ich nicht mehr lernen muss. Es sind überhaupt viele Deutsche hier; viel mehr, als wir zuvor auf unserem Roadtrip getroffen hatten.

 


 

Für den heutigen Tag habe ich mir ein wenig Action vorgenommen … ich will mal sehen, wo ich am Strand hier das Paragliding machen kann! 😀

Das hatte ich ja schon damals vor vier Jahren überlegt, dann jedoch noch nicht gemacht – und es natürlich bereut! Deshalb, wenn ich schon mal hier bin… 😉

 


 

Und Pläne, wie es weitergeht habe ich gestern sogar schon fix gemacht. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich bräuchte eine Richtung, um mich einerseits zeitlich nicht zu verzetteln und andererseits auch nicht in eine Alleinesein-Melancholie zu versinken. Letzteres ist allerdings eh anders, als ich erwartet habe, denn im Hostel mit so netten Menschen kann man immer ein paar (oder mehr) Worte wechseln und bisher fühle ich mich daher nicht wirklich allein, bzw. einsam.

Nun, zu meinen Plänen:

  • Am Dienstag früh fliege ich nach Santiago de Chile.
  • Am Donnerstag darauf, also am 04.10. fliege ich dann weiter in den Norden Chiles, um vier Tage in der Atacamawüste zu verbringen.
  • Nach einer weiteren Nacht in Santiago geht es dann über Lima am 10.10. nach Iquitos in den Dschungel, wo ich fünf Tage verbringe, ehe ich dann meine letzte Station am
  • 15.10. antrete: Piura im Norden von Peru. Strand und Meer sind hier die Stichworte – aber lasst euch überraschen! 😉

 

Tja, das ist soweit der Plan – ziemlich Jetset-mäßig, aber ich konnte für mich keine Alternative finden. Wenn ich schon einmal hier bin… dies sind die Ziele, die ich unbedingt sehen wollte. Gut, die Atacama-Wüste habe ich quasi spontan eingebaut. Aber so nahe werde ich ihr wohl sonst auch nicht so schnell erneut kommen!

 

Bis dann! 🙂

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