Tagestour „Piedras Rojas“

Mein zweiter Tag, beziehungsweise mein erster kompletter Tag in San Pedro beinhaltete eine zwölfstündige Tour zu einigen der bekanntesten und lohnenswertesten Sehenswürdigkeiten der Atacamawüste.

In diesem Post will ich euch einen kleinen Einblick dazu geben. Vorweg kann ich schon sagen, dass ich für diese Tour (sie wird von nahezu allen Anbietern in ähnlicher Form angeboten) eine ganz klare Empfehlung aussprechen kann!

Aber seht selbst:

 


Laguna Miscanti

 

Nachdem wir am Morgen von unserem Guide an den verschiedenen Hostels abgeholt wurden, führt uns unsere erste Station uns zum Miscanti. Das ist einerseits ein Vulkan, der sich über 5600 Meter erhebt, andererseits die gleichnamige Lagune an dessen Fuß. Sie misst ganze 15 km² und ist Heimat etlicher Vögel, sowie einer beachtlichen aquatischen Flora – trotz der Lage in rund 4100 Metern Höhe und den entsprechend kalten Temperaturen in den Nächten.

 

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Der auch die Tage überstehende Schnee zeugt von eisigen Nächten.

 

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Noch vor dem Frühstück erkunden wir die Ufer der Lagune und saugen die Aussicht und die klare, kalte Luft und die Stille, nur vom leisen Geschnatter einiger Enten auf dem See unterbrochen, auf…

 

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Unser Guide lässt uns ein Stück des Weges am Miscanti entlang laufen und sammelt uns später zur Weiterfahrt wieder auf.

 


Laguna Miñiques

 

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Unsere nächste Station führt uns zur kleineren Lagune Miñiques, ebenfalls nach dem anliegenden, etwas kleineren Vulkan Miñiques benannt.

 

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Laguna Miñiques

 


Las Piedras Rojas

 

Las Piedras Rojas, die roten Steine, wird diese Lagune genannt. Ihr richtiger Name ist Salar de Talar, oder aber auch Salar de Aguas Calientes (wovon es aber zahlreiche gibt, was leicht zu Verwechslungen führt).

Wie auch immer man diesen Ort nennt, er verschlägt einem mit Sicherheit einen Moment lang die Sprache. Oder man wagt aus Ehrfurcht vor diesem fantastischen Gemälde, welches die Natur in Jahrtausenden erschaffen hat, nicht zu sprechen.

In türkis, grün, rot, gelb, beige, orange, weiß, schwarz und grau verschmilzt ein atemberaubendes Panorama vor uns.

Wir haben sogar das Glück, dass sich am Rande des nur etwa 20cm tiefen Salzsees einige Vicuñas tummeln…

 

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Entlang der Grenze des weiß-gelben Seeufers die Vicuñas.

 

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Etwa in der Mitte des Bildes, entlang der dunklen Linie, sehr ihr die Vicuñas.

Bis vor Kurzem sei es noch möglich gewesen, nah an den See – oder sogar durch ihn hindurch – zu wandern. Dies ist allerdings aufgrund von Naturschutzmaßnahmen nicht mehr gestattet. Und ich finde es auch vollkommen gerechtfertigt; denn so haben unsere Kinder vielleicht auch noch eine Chance, dieses Gemälde zu bestaunen!

 


Laguna Chaxa

 

Weiter geht es zur Laguna Chaxa. Auch diese Lagune war ehemals ein riesiger See, welcher durch seine teilweise Versiedung viel Salzwüste zurück gelassen hat. Einige kleine Bäche und Teiche sind allerdings geblieben. Und diese beherbergen eine größtenteils nicht sichtbare, aber enorme Artenvielfalt von Mikroorganismen, welche an die extremen Bedinugngen hier angepasst sind.

Zur sichtbaren Artenvielfalt gehören zahlreiche Vögel. Zum einen solche, welche von Canada und Alaska kommen und überwintern, andererseits auch stationär lebende Vögel, wie drei verschiedene Arten von Flamingos!

 

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Ojo del Salar

 

El Ojo del Salar, das Auge der Salzwüste…

Ja, inmitten vom grau-weiß schimmernden Salz der Wüste befindet sich ein Loch im Boden. Ich schätze mal, es sind vielleicht 15 Meter im Durchmesser. 8 Meter soll es tief sein. Kaum Vegetation. 15 Grad Celsius und ein leichter Salzgehalt – ähnlich dem Ozean.

Dazu kommt die türkisgrüne und blaue Farbe, in der es in der kargen Einöde rings herum leuchtet.

Natürlich lassen wir uns diese Erfrischung nicht entgehen!!

 

 

Tatsächlich ist dies nicht das einzige „Ojo“, welches in dieser Gegend existiert. Wohl aber das Größte und damit auch zum Baden mit am besten geeignet.

 


 

Nach der Erfrischung ziehen wir uns in Schichten (erst Frauen, dann Männer) im Van um, um dann den Rückweg nach San Pedro anzutreten. Ein langer Tag geht damit zu Ende und ich vermute, dass wir alle seeeehr gut geschlafen haben! 😉

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