Ankunft in Iquitos

Iquitos – mitten im Regenwald – Mittwoch, 10. Oktober; 20:56

 

Da bin ich nun – Im Regenwald!

 

Ich muss gestehen, ich hatte gar keine wirkliche Vorstellung davon, was mich hier in Iquitos erwartet. Nachdem ich vor einiger Zeit einen Roman gelesen hatte, der in Iquitos spielte, hatte ich mir die Stadt entsprechend den Beschreibungen (die sich wohlbemerkt auf die Mitte des letzten Jahrhunderts bezogen), sehr urtümlich, mystisch und geradezu etwa verlassen vorgestellt. In meinen Vorstellungen stand Iquitos überwiegend auf Stelzen im Wasser – direkt am/im Amazonas – und verfügte nicht einmal über befestigte Straßen, sondern nur über matschige Sandwege.

Gut, ich hatte mich immerhin per Google versichert, dass es so etwas wie Taxis (oder Mototaxis / Töftöfs) gibt, die mich die 11 Kilometer zum Hostel fahren könnten… Aaaaaber:

Ganz so urtümlich, wie in meinen Vorstellungen, ist es dann aber doch nicht hier!

 


Gut, der Flughafen ist so winzig, dass unser A320 die einzige Passagiermaschine war. Ein, zwei Wasserflugzeuge, sowie ein Polizeihubschrauber oder ähnliches standen noch auf der Piste. Da hat es sich natürlich auch nicht gelohnt, eine Rampe zum Aussteigen anzulegen, oder einen Bus heran zu fahren. Nein, wir sind einfach eine Treppe herunter und übers Rollfeld marschiert. War ja sonst nichts los!?!

Auch gibt es hier nur ein Gepäckband – ohne Anzeige – denn es kommt anscheinend niemals vor, dass mehrere Maschinen zur gleichen Zeit (oder sogar am gleichen Tag?) landen.

 


Einen Taxifahrer habe ich dann auch gefunden, der mich während der Fahrt gleich umfangreich zum Thema Touren in den Regenwald beraten hat.

Wie sich heraus stellte, arbeitete er – natürlich – für eine der Agenturen. Ich ließ mich dazu überreden, mir das Angebot für eine mehrtägige Tour anzusehen, denn ich hatte von Personen in Lima schon gehört, dass eintägige Ausflüge hier nicht allzu üblich sind.

Das Angebot wat tatsächlich sehr viel günstiger, als ich zunächst erwartet hätte, sodass ich es dann doch gleich gebucht habe.

 

Von Freitag bis Sonntag werde ich also im Regenwald mit gemieteten Gummistiefeln umher watscheln.

Flussdelfine, Alligatoren, Piranhas, Affen, Papageien, Vogelspinnen, riesige Heuschrecken, Kakerlaken (die erste war schon in unserem Zimmer *aaahhhh!!!*) und ein Tanz mit einem einheimischen Volk stehen dabei auf der Liste.

Außerdem Verpflegung, Wasser, Unterkunft in einer Lodge mit Pool und ein Guide, der weiß, wann man im Dschungel wegrennen muss und uns Survival-Unterricht geben wird, stehen ebenfalls auf dem Programm dieser drei Tage.

Ich bin auf jeden Fall schon gespannt!

 

Achso, Internet haben die wilden Tiere im Dschungel nicht. Deshalb wir auch nicht. Ihr werdet also dann frühestens am Sonntag wieder einen Bericht lesen!

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